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Zecken und Flöhe gezielt bekämpfen

 

Booker Zecken und FlöheHundebesitzer leben mit der Gefahr, dass der Liebling außer seinem Stöckchen auch unerwünschte Gäste mitbringt: Zecken und Flöhe. Diese Parasiten sind nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich - sie können eine Vielzahl von Krankheiten übertragen. Hunde sollten deshalb wirksam geschützt werden.

 

Unerwünschte Gäste?

Was gibt es Schöneres für Hunde, als bei ausgedehnten Spaziergängen ausgelassen zu spielen und auch mit anderen Hunden zu toben? Das böse Erwachen kommt dann zu Hause - wenn man feststellt, dass der Liebling außer seinem Stöckchen auch unerwünschte Gäste mitgebracht hat: Zecken und Flöhe. Diese Parasiten können eine Vielzahl von Krankheiten übertragen.

Durch Zecken übertragene Krankheiten

Borreliose (Lyme-Disease)

Erreger der Borreliose sind Bakterien (Borrelia burgdorferi, Borrelia garinii, Borrelia afzelii). Sie gehören zur Gattung Borrelia (Borrelia burgdorferi i.e.S, Borrelia garinii, Borrelia afzelii). Die beim Menschen auftretende Rötung an der Stelle des Zeckenstiches wird beim Hund selten beobachtet. Oft werden Symptome dieser Krankheit erst Wochen bis Monate nach der Infektion auffällig. Am häufigsten sind Fieberschübe und wechselnde Lahmheiten, wobei hier typischerweise Schwellungen und Entzündungen der Gelenke auftreten. Außerdem kann es zu Nieren- und Herzmuskelentzün-dungen kommen.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

FSME wird sowohl beim Menschen wie auch beim Hund durch das europäische Zeckenenzephalitis-Virus verursacht. Leichtere Fälle verlaufen grippeartig, während schwere Erkrankungen sich vor allem in neurologischen Symptomen wie Mattheit, Krampfanfällen, Lähmungen, Bewegungsstörungen und Bewusstseinsver-änderungen äußern.

Anaplasmose

Der Erreger der Anaplasmose (Anaplasma phagocytophilum) ist ein Bakterium, das in speziellen weißen Blutkörperchen, den Granulozyten parasitiert. Anaplasmose wird vor allem vom Gemeinen Holzbock übertragen und ist damit in Deutschland verbreitet. Neben Abmagerung und Müdigkeit werden beim Hund auch Blutarmut, Leber- und Milzvergrößerungen, Gelenksentzündungen und neurologische Störungen als Symptome gesehen.

Ehrlichiose

Auch bei der Ehrlichiose des Hundes handelt es sich um eine baketrielle Erkrankung. Hier befallen die Erreger (Ehrlichia canis) die Monozyten, die ebenfalls zu den weißen Blutkörperchen zählen. Die Ehrlichiose kam früher nur in südlichen Ländern vor, wird aber zunehmend mit der Braunen Hundezecke eingeschleppt.  

Neben Störungen des Allgemeinbefindens wird auch die Blutbildung beeinträchtigt, so dass Blutungen in der Haut und auf den Schleimhäuten die Folge sind. Milz und Lymphknoten können vergrößert sein und Entzündungen in Nieren und Gelenken auftreten.

Babesiose (Piroplasmose)

Bei der Babesiose dringen einzellige Parasiten (Babesia canis canis, B.c. vogeli) in die Erythrozyten - die roten Blutkörperchen ein. Früher waren Infektionen beim Hund nur in südlichen Ländern üblich. Durch Einschleppung der Braunen Hundezecke tritt diese Erkrankung aber jetzt auch in Deutschland zunehmend auf. Symptomatisch sind Fieber, Gewichtsverlust, Schwäche und Gelbsucht zu beobachten. Die Zerstörung der roten Blutkörperchen führt zu Blutarmut. Außerdem kann es zu Milz- und Lebervergrößerung sowie zum Nierenversagen kommen.   

  

Wie äußert sich Flohbefall?

Juckreiz

Flohbefall bewirkt einen Juckreiz, den die Hunde durch Beißen und Kratzen an den betroffenen Stellen lindern wollen. Bei starkem Befall und entsprechendem Juckreiz kommt es durch das ständige Kratzen auch zu Hautverletzungen.

Flohdermatitis

Manche Hunde reagieren allergisch auf einzelne, im Flohspeichel enthaltene Komponenten. Hier löst schon ein einziger Flohstich starken Juckreiz aus. Die Haut entzündet sich und es bilden sich Knötchen, Hautrötungen und nässende Ekzeme.

Bandwürmer

Der Floh ist der Zwischenwirt für den Gurkenkern-Bandwurm (Dipylidium caninum). Durch Zerbeißen des Flohs gelangt die Bandwurmlarve in den Verdauungstrakt des Hundes und kann sich dort zum ausgewachsenen Bandwurm entwickeln. Die Besitzer bemerken den Bandwurmbefall erst dann, wenn sie die abgestoßenen, gurkenkernartigen Bandwurmglieder im Kot des Hundes entdecken. Deshalb sollten alle Hunde, die gegen Flöhe behandelt werden, gleichzeitig auch eine Wurmbehandlung erhalten.

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